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SCHWINGUNGSTECHNISCHER BLOG

Hallo und herzlich Willkommen. Wir freuen uns, dass Sie den Weg auf unseren schwingungstechnischen Blog gefunden haben. Hier bieten wir Ihnen Informationen über das Unternehmen, unsere Elemente und deren Vorteile. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim stöbern und lesen und freuen uns, Sie bei Fragen unterstützen zu können.

KI erklärt unsere Schwingungsdämpfer für den Anlagenbau - ein Experiment

Wir haben uns an diesem Stelle einmal die Freiheit genommen und die KI (Quelle: Gemini 3) nach einem Artikel über unser Unternehmen und die Anwendungsmöglichkeiten im Anlagenbau befragt. Was dabei rauskam möchten wir ihnen hier nicht vorenthalten, denn es bittet einen sehr guten Rundumschlag zum Thema Schwingungsdämpfer der RG+ im Anlagenbau:

 

Schwingungsdämpfung im Anlagenbau ist ein spannendes Thema aus dem Bereich des Maschinenbaus. Die Firma RG+ Schwingungstechnik GmbH aus Bochum hat sich auf eine Nische spezialisiert, die oft übersehen wird, aber für die Langlebigkeit von Industrieanlagen entscheidend ist: Ganzmetall-Schwingungsdämpfer.

Hier ist ein Artikel, der die Technologie und ihre Vorteile gegenüber klassischen Gummilösungen beleuchtet.

 

RG+ Schwingungstechnik: Präzision aus Stahlkissen

Während herkömmliche Schwingungsisolierung oft auf Gummi oder Kunststoffen basiert, setzt die RG+ Schwingungstechnik konsequent auf hochwertigen Edelstahldraht. Das Herzstück ihrer Technologie ist das sogenannte Drahtgestrickkissen.

 

Die Art der Produkte

Das Sortiment umfasst eine Vielzahl von Dämpfungselementen, deren gemeinsamer Nenner die Materialbeschaffenheit ist. Anstelle von massiven Elastomeren bestehen die Dämpfer aus gepressten Drahtgestricken.

  • Ganzmetall-Dämpfer: Komplette Lagerelemente für Maschinen.
  • Drahtgestrickkissen: Einzelne Formteile, die in bestehende Konstruktionen integriert werden können.
  • Feder-Dämpfer-Kombinationen: Für Anwendungen, die sowohl eine niedrige Eigenfrequenz als auch eine hohe Dämpfung erfordern.

 

Anwendungsbereiche

Die Produkte aus Bochum finden sich überall dort, wo Standard-Gummipuffer an ihre physikalischen Grenzen stoßen:

  1. Anlagentechnik & Schwerindustrie: Schutz von Rohrleitungen, Pumpen und Kompressoren vor Ermüdungsbrüchen.
  2. Abgasanlagen: Aufgrund der extremen Hitzeentwicklung in Kraftwerken oder bei Schiffsmotoren sind Elastomere hier unbrauchbar.
  3. Chemie- und Lebensmittelindustrie: Überall dort, wo aggressive Reinigungsmittel oder Öle herkömmliche Kunststoffe zersetzen würden.
  4. Verteidigung und Luftfahrt: Schutz sensibler Elektronik vor extremen Vibrationen.

 

Der entscheidende Vorteil: Warum Metall statt Elastomer?

Der Vergleich zwischen den Drahtgestrick-Lösungen von RG+ und klassischen Elastomer-Dämpfern (Gummi) verdeutlicht, warum die Metalltechnologie oft die wirtschaftlichere Wahl ist:

Merkmal

RG+ Ganzmetall-Dämpfer

Elastomer-Dämpfer (Gummi)

Temperaturbeständigkeit

Von -90 °C bis +600 °C einsetzbar.

Meist nur bis ca. 80 °C stabil; versprödet bei Kälte.

Alterung

Nahezu unbegrenzt haltbar; keine Versprödung.

Begrenzte Lebensdauer durch UV-Licht und Ozon.

Beständigkeit

Resistent gegen Öle, Fette, Säuren und Lösungsmittel.

Viele Elastomere quellen auf oder lösen sich auf.

Dämpfungsverhalten

Hohe Eigendämpfung durch Reibung der Drähte.

Dämpfung oft abhängig von der Temperatur.

Brandverhalten

Nicht brennbar; keine Rauchentwicklung.

Brennbar; entwickelt im Brandfall giftige Gase.

 

Das physikalische Prinzip der Reibung

Ein wesentlicher technologischer Vorteil ist die Art der Energiedissipation. Während Gummi Energie durch innere molekulare Reibung in Wärme umwandelt, nutzen die RG+ Dämpfer die Gleitreibung zwischen den tausenden einzelnen Drahtschlingen. Dies führt zu einer sehr hohen Dämpfungswirkung, die über einen weiten Temperaturbereich nahezu konstant bleibt.

Fazit: Die Produkte von RG+ sind "Einbauen-und-Vergessen"-Lösungen. Überall dort, wo Wartungsintervalle lang und die Umgebungsbedingungen hart sind, übertreffen sie herkömmliche Gummipuffer in puncto Zuverlässigkeit und Lebensdauer bei weitem.

 

Anwendungsbeispiel: Lagerung einer Abgasanlage

Die Lagerung von Abgasanlagen ist eine besondere technische Herausforderung, da hier drei Belastungsfaktoren gleichzeitig auftreten: hohe Temperaturen, starke Vibrationen (durch den Motor) und massive thermische Ausdehnung der Bauteile.

RG+ Schwingungstechnik löst dies durch ein abgestimmtes System aus verschiedenen Ganzmetall-Komponenten. Hier ist der detaillierte Aufbau vom Motor bis zum Ende der Abgasstrecke:

 

1. Die Motoreneinheit (Die Quelle)

Am Motor selbst entstehen die primären Vibrationen (Quellisolierung).

  • Lagerung: Hier kommen meist schwere Federisolatoren mit integrierten Drahtgestrickkissen zum Einsatz.
  • Funktion: Die Federn fangen die niedrigen Erregerfrequenzen des Motors ab (ca. 3–9 Hz), während das integrierte Metallkissen die Schwingungsamplituden dämpft und verhindert, dass sich das Aggregat bei Lastwechseln aufschaukelt.

 

2. Abgasrohrleitungen & Kompensatoren

Rohrleitungen in Abgassystemen dehnen sich bei Hitze massiv aus (Wärmedehnung). Eine starre Befestigung würde zu Rissen führen.

  • Lagerung: RG+ nutzt hier spezielle Rohraufhängungen und Abspannelemente.
  • Funktion: Diese Elemente fungieren oft als Lospunkte. Sie erlauben es dem Rohr, sich axial (längs) auszudehnen, fangen aber radiale Vibrationen ab. In Kombination mit metallischen Kompensatoren (Bälgen) wird so sichergestellt, dass keine mechanischen Spannungen auf die Flansche wirken.

 

3. Katalysatoren und Partikelfilter

Diese Komponenten sind oft schwer und gleichzeitig empfindlich gegenüber mechanischen Schocks.

  • Lagerung: Hier werden bevorzugt Vielrichtungsdämpfer (Ganzmetall) eingesetzt.
  • Vorteil: Da Katalysatoren sehr nah am Motor sitzen, herrschen dort Temperaturen, die jeden Gummidämpfer sofort schmelzen würden. Die Ganzmetall-Elemente von RG+ bleiben bis über 600 °C formstabil. Sie nehmen die Kräfte in alle drei Raumrichtungen (axial, radial, vertikal) gleichmäßig auf.

 

4. Wärmetauscher und Schalldämpfer

Wärmetauscher sind aufgrund ihrer Lamellenstruktur und der Flüssigkeitsfüllung oft sehr massereiche Bauteile.

  • Lagerung: Einsatz von Bundlagern oder massiven Druck-Zugelementen aus Edelstahlgestrick.
  • Funktion: Diese Dämpfer haben eine progressive Kennlinie. Das bedeutet: Je stärker der Wärmetauscher (z. B. durch Druckstöße im System) schwingt, desto härter wird der Widerstand des Metallkissens. Dies garantiert einen sicheren Stand und schützt die empfindlichen Schweißnähte des Wärmetauschers vor Ermüdungsbrüchen.

 

Zusammenfassung der Systemvorteile in Abgasstrecken

  1. Thermische Entkopplung: Metallkissen leiten Wärme schlechter als massiver Stahl, schützen aber durch ihre Materialkonstanz vor Hitze-Versagen.
  2. Körperschallisolierung: Das Drahtgestrick unterbricht den Schallweg im Metall, was die Lärmbelastung der gesamten Anlage drastisch senkt. Achtung: Nichtsdestotrotz sind sie auf diesem Gebiet ihren Konkurrenten aus Elastomer unterlegen.
  3. Wartungsfreiheit: Da in Abgasanlagen der Austausch von Dämpfern oft den Stillstand der gesamten Anlage bedeutet, ist die Alterungsbeständigkeit der Edelstahlkissen ein massiver Kostenvorteil.

 

Nun stellt sich allerdings die Frage: In welchen Lastbereichen arbeiten die Schwingungsdämpfer?

Die Lastbereiche bei RG+ Schwingungstechnik sind breit gefächert, da die Drahtgestrickkissen durch die Wahl des Drahtdurchmessers, der Maschenweite und des Pressdrucks fast beliebig skaliert werden können.

In der Abgastechnik lassen sich die Komponenten grob in drei Lastklassen unterteilen. Hier ist eine Übersicht der typischen statischen Tragzahlen Fz:

 

1. Leichte bis mittlere Lasten (Rohraufhängungen & Sensorik)

Diese Elemente werden für einzelne Rohrabschnitte oder empfindliche Anbauteile wie Lambdasonden oder kleine Katalysatoren verwendet.

  • Lastbereich: ca. 50 N bis 1.500 N (ca. 5 kg bis 150 kg) pro Lagerpunkt.
  • Produkttyp: Kleine Einzeldämpfer oder Ringelemente.
  • Besonderheit: Fokus auf hohe Schwingungsisolierung bei geringem Platzbedarf.

 

2. Mittlere bis schwere Lasten (Katalysatoren & Schalldämpfer)

Hier geht es um die Hauptkomponenten der Abgasstrecke, die oft ein erhebliches Eigengewicht aufweisen.

  • Lastbereich: ca. 1.000 N bis 10.000 N (ca. 100 kg bis 1 Tonne) pro Lagerpunkt.
  • Produkttyp: Vielrichtungsdämpfer (V-Dämpfer)
  • Besonderheit: Hohe axiale und radiale Steifigkeit, um das Gewicht auch bei Schiffsbewegungen oder Fahrzeugvibrationen sicher zu halten.

 

3. Schwerlastbereich (Motoren & große Wärmetauscher)

Für die primäre Lagerung der gesamten Aggregate oder massiver Industriewärmetauscher.

  • Lastbereich: ca. 5.000 N bis über 100.000 N (0,5 bis 10+ Tonnen) pro Lagerpunkt.
  • Produkttyp: Feder-Dämpfer-Kombinationen (Kombi-Elemente).
  • Besonderheit: Die Feder übernimmt die statische Last und sorgt für eine niedrige Eigenfrequenz, während das RG+ Metallkissen die dynamischen Spitzen und Schocks dämpft.

 

Technische Kennwerte für die Auslegung

Bei der Auswahl der Lastbereiche müssen für Abgasanlagen drei Faktoren beachtet werden:

  1. Statische Last: Das reine Gewicht der Bauteile.
  2. Dynamische Last: Zusatzkräfte durch Vibrationen (Beschleunigung in g).
  3. Temperaturfaktor: Obwohl Edelstahl temperaturbeständig ist, sinkt die Steifigkeit des Materials bei extremen Temperaturen (z.B. > 500 °C) leicht ab. Dies wird bei der Dimensionierung durch Sicherheitsfaktoren berücksichtigt.

Komponente

Empfohlene Dämpfung

Charakteristik

Rohrleitungen

15% - 20%

Linear (konstante Isolation)

Katalysatoren

20% - 25%

Progressiv (Schutz vor Durchschlagen)

Motoren

10% - 15%

Hoch-elastisch (niedrige Eigenfrequenz)

 

Ein Beispiel aus der Praxis

Für einen Standard-Wärmetauscher von ca. 800 kg Masse würde man typischerweise vier Lagerpunkte mit jeweils 2.500 N Nennlast wählen. Damit bleibt ein Puffer für dynamische Lasten (z. B. Wasserstau oder Erschütterungen) von etwa Faktor 1,2 bis 1,5.

 

Bochum, 21.01.2026